Neues vom NABU-Naturschutzzentrum Federsee
 
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Foto: Federseekanal
 
Aktuelles vom Federsee
März + April 2026
 
 
Lieber Naturfreund, liebe Naturfreundin,
 

die winterlichen Landschaftspflegearbeiten sind abgeschlossen, und nun "fiebern" wir der Umweltbildungssaison entgegen. Endlich wieder öffentliche Führungen in den legendären Wackelwald, Biberbeobachtungen mit der Wärmebildkamera und Fledermaus-Abende mit Ultraschallsuchgeräten! Gerne nehmen wir schon Platzreservierungen für anmeldepflichtige Veranstaltungen entgegen. Welche das sind, finden Sie im Veranstaltungsprogramm: Download Jahresprogramm 2026:

Wer noch ein schönes Ziel für einen gelungenen Vereins- oder Klassenausflug sucht, kann sich bei unserer Kollegin Sonia Müller beraten lassen (Tel. 07582/1778-1).

In der Federseenatur "laufen die Vorbereitungen" für den Start in die Fortpflanzungssaison - besonders auffällig derzeit bei den Graugänsen zu hören. Auch die ersten Vogelgesänge sind zu hören.
Weitere Inspirationen für einen Ausflug ins Federseemoor finden Sie in diesem Newsletter und in unserer Homepage: zu unseren Beobachtungstipps
 

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Foto: NABU/Anette Marquardt
Kerstin Beck
Öffentlichkeitsarbeit & Umweltbildung
 
Dr. Katrin Fritzsch
Leiterin des NABU-Zentrums Federsee
 
 
Beobachtungstipps
 
 
Naturbeobachtung im März und April
 
Noch sind die Wiesen braun, aber der Frühling ist bereits hörbar 
 
Foto: NABU/Katrin Fritzsch
 
Im März bestehen die letzten Chancen, unter den durchziehenden Wasservögeln Arten zu entdecken, die ihre Brutgebiete in Nordeuropa haben - aber man muss schnell sein, der Wasservogelzug ebbt ab. Die hier brütenden Wasservogelmännchen haben mit dem Ausloten der besten Reviere begonnen, eine teilweise ausgesprochen lautstarke Machtdemonstration. So hört man die Graugänse viele hundert Meter weit. Auch die Lachmöwen "haben sich viel zu erzählen", und die Kommunikation unter Wasserrallen ist ohnehin spektakulär. Entlang der Ufer verstricken sich Höckerschwäne und Blässrallen in erbitterte Revierkämpfe.
Beim Spaziergang auf dem Federseesteg sind schon die ersten Rohrammern zu hören. Einzelne Bachstelzen sowie größere Starenschwärme übernachten im Schilf. Die ersten Rohrweihen sind aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück und zeigen bei der Balz imposante Flugmanöwer. 
Mit Kiebitzen und Feldlerchen sind bereits erste Brutvögel der Feuchtwiesen zurück und besetzen ihre Reviere. Zunehmend mehr Weißstörche suchen auf den Wiesen nach Nahrung. Je nach Wetterentwicklung beginnt Ende März die Blüte von Sumpfdotterblume und Schlüsselblume und etwas später dann vom Wiesenschaumkraut - erste Farbtupfer in der winterlich braun gefärbten Moorvegetation.

 
 
Kletterspezialist Kleiber: jetzt in Aktion
Dank Kletterfähigkeit eine ökologische Nische für sich besetzt 
Foto: Ivan Speta
Ein Vogel huscht an der Unterseite eines quer hängenden Astes im Bannwald Staudacher: kein Zweifel, das kann nur ein Kleiber. Seine außergewöhnliche Kletterfähigkeit sichert ihm konkurrenzlos Nahrung, die hinter lose abstehender Borke steckt. Es lohnt sich, das Suchverhalten von Kleibern eine zeitlang zu beobachten: Als einzige heimische Vogelart können Kleiber sogar kopfunter den Stamm hinablaufen.

 
 
Wunderseggen bekommen grüne "Frisur"
Neue Triebe wachsen ausschließlich nach oben
Bulten
Foto: NABU/Kerstin Beck
Im Frühjahr treiben die Seggen aus, Vertreter der Familie der Sauergräser. Während viele Seggenarten Ausläufer bilden, treibt die Wundersegge nach oben, so dass dichte bultige Horste entstehen. Als typische Pflanze der Großseggenriede ist sie an wechselnde Wasserstände angepasst: Ihre Früchte enthalten ein luftiges Schwimmgewebe, so dass sie auf dem Wasserweg transportiert werden. Zu sehen sind die eigenartigen Bulten mit den grünen "Stehfrisuren" im Banngebiet Staudacher, rechterhand gleich nach der Überquerung der Kanalbrücke.

 
 
Schwarzkehlchen: Frühheimkehrer
Im März beginnt die Revierbesetzung
Schwarzkehlchen am Federsee
Foto: NABU/Klaus Mendla
Anders als ihre Namensvettern, die Braunkehlchen, sind Schwarzkehlchen Frühheimkehrer. Demnächst kann man die Männchen erhöht auf trockenen Stauden entlang dem Federseesteg entdecken. Der typische weiße Streif am Nacken und der schwarze Kopf ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal.
 
 
Jetzt rufen Grauspechte
Typisch abfallende Rufreihe
Grauspecht und Haubenmeise
Foto: NABU-CEWE-Andrea Franz
Spechte sind meist leise Vögel, die eher durch Trommeln an morschen Ästen auffallen. In der Brutzeit hört man jedoch ihre Rufe, wie den des Grauspechts im Banngebiet Staudacher. Sein Ruf besteht aus bis zu 20 Lauten, die in der Tonlage abfallen und zum Ende hin leiser werden. 

 
 
Leuchtend gelber Frühlingsbote: Goldammer 
Jetzt in niedrigen Gebüschen und Hecken zu sehen
Goldammer
Foto: Marcus Bosch
Ein Gesang, der sich anhört wie das, was er bedeuten soll: "Wie wie hab´ ich dich liiiieb!" - das ist der Balzgesang des Goldammermännchens. Weitere Liebesbeweise an die Dame seiner Wahl sind Grashalme, mit denen er zum Nestbau animieren möchte. Ein guter Beobachtungsstandort sind die Gebüsche zwischen Kurpark und Wackelwald.

 
 
Mehr aktuelle Tipps zur Naturbeobachtung
 
 
Naturschutz
 
 
Draußen bei Wind und Wetter
Winterliche Pflege mit Freischneidern abgeschlossen
Foto: NABU Federsee
Nicht immer war es so angenehm wie auf dem Bild - sondern manchmal ein ziemliches Buckeln bei widrigen Wetterbedingungen: Ende Februar haben unsere tatkräftigen Freiwilligen unter der Leitung von Joshua Glaser die winterlichen Landschaftspflegearbeiten beendet. Auf jährlich wechselnden Flächen verhindert unser Team im Winter auf rund 80 Hektar in zentralen Riedflächen und auf den Hochmoorresten das Zuwachsen mit Gehölzen. 

 
 
Warmes und trockenes Jahr 2025
Frühjahr wärmer als durchschnittlich
Grafik:NABU/Katrin Fritzsch
2025 war warm und trocken, vor allem im Frühjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (1981 bis 2010) waren die Monatsmitteltemperaturen in fast allen Monaten deutlich höher. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge lag in der ersten Jahreshälfte 2025 und wieder ab Oktober deutlich unter dem Mittel, zwischen Juli und September jedoch höher. Ob und wie sich solche Veränderungen langfristig auf die Vegetation auswirken, bleibt abzuwarten.

 
 

Flurneuordnung im Betzenweiler Ried geht voran

Im Januar hat der von der Flurneuordnung angesetzte Wunschtermin stattgefunden, ein Verfahrensschritt im Flurneuordnungsverfahren zur Vorbereitung der geplanten Revitalisierung des Betzenweiler Riedes. 
Das Verfahren dient zur Entflechtung und Neuordnung der Besitzverhältnisse im geplanten Revitalisierungsgebiet zwischen Moosburg und Betzenweiler. 
Im Herbst 2020 waren mit der Information der voraussichtlich Beteiligten über Zweck, Ziele und Ablauf des Flurneuordnungsverfahrens und der Renaturierung die Weichen für das Vorhaben gestellt worden. Das eigentliche Flurneuordnungsverfahren hatte im Spätherbst 2022 begonnen. 
Infos zur geplanten Revitalisierung


 
 
Maßnahme bei Nestern auf Buchauer Schloss  
Absturzsicherung
Weißstorch
Foto:NABU/Klaus Mendla
Auf dem Dach der Bad Buchauer Schlossklinik brüteten regelmäßig Störche, deren Nester im Lauf der Jahre teils sehr groß wurden. Um Abstürze zu verhindern, wurden vor dem Eintreffen der Störche in Zusammenarbeit mit dem Storchenbeauftragten und mit Genehmigung der Höheren Naturschutzbehöre zwei instabile Nester entfernt. Zusätzlich wurden Vorkehrungen getroffen, um die Wiederbesiedlung an diesen gefährdeten Stellen zu verhindern. 

 
 
Service für Gäste
 
 

Sommeröffnungszeiten ab April

Ab April bis September gelten unsere Sommeröffnungszeiten.
zu unseren Öffnungszeiten


 
 

Barrierearme Umgestaltung der Ausstellung

Für den Bau einer Rollstuhlrampe am Zugang zu unserem oberen Ausstellungraum geht unser herzlicher Dank an den Bauhof Bad Buchau. Zusammen mit unserem eigenen Umbau der Toiletten sind nun beide Ebenen unserer Ausstellung barrierearm zu besichtigen. 


 
 

Führungen für Gäste aus dem Ausland

Mit Gästen aus Ihrer Partnergemeinde in England oder Ihren englischsprachigen Geschäftspartnern an den Federsee kommen und eine englische NABU-Führung erhalten? Kein Problem. 
Mehr Infos über unsere fremdsprachlichen Führungen: Tel. 07582/1778-1.


 
 

Mit dem Shuttlebus zur NABU-Führung

Für Ihre Gruppe ist es kompliziert, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur NABU-Führung anzureisen? Ein lokales Busunternehmen kooperiert mit uns und holt Sie vom Heimatort oder umliegenden Bahnhöfen ab. 
Infos 
 
 
Umweltbildung
 
 
Wieder Führungen mit hohem Wellengang
Den Boden im Wackelwald zum Schwanken bringen 
Foto: Touristikmarketing Bad Buchau
Ein besonderes Erlebnis sind unsere öffentlichen Wackelwald-Führungen, die ab April wieder jeden Dienstag Abend am NABU-Zentrum starten (auch als gebuchte Gruppenführung möglich). Bringen Sie mit den anderen Gästen buchstäblich den Boden zum Schwanken und beobachten Sie, wie sich die Wellen über die Bodenoberfläche ausbreiten und die Bäume und Büsche schließlich zu wackeln beginnen. 
zu unseren Wackelwald-Führungen

 
 

Themenführung "Frühlingsboten im Moor"

Entdecken Sie mit uns die ersten zarten Frühlingspflanzen im Moor und lauschen Sie den erfrischenden Balzgesängen der Vögel: bei unserer Themenführung "Frühlingsboten im Moor" am Samstag, den 4. April um 18.30 Uhr. Teilnahme ohne Anmeldung.
zu unseren öffentlichen Veranstaltungen


 
 
Öffentliche Biber-Abende starten im April
Anmeldung aufrund großen Interesses nötig
Biber am Federsee
Foto: NABU/Klaus Mendla
Zum Thema Biber gibt es ab Saisonstart jeden Monat einen öffentlichen Biber-Abend: Nach einer unterhaltsamen Bilderpräsentation mit Anschauungsobjekten geht es hinaus zur gemeinsamen Biberbeobachtung am Federsee (auch als buchbares Event für Gruppen erhältlich).
zu unseren Biberveranstaltungen
 
 
Vogelstimmenführung
Am Sonntag, 26. April startet um 9 Uhr eine Vogelstimmenführung
Blaumeise
Foto: Kathy Büscher
Ende April sind die meisten Vogelarten zurück im Banngebiet Staudacher - und eine unglaubliche Vogelstimmenvielfalt zu hören.
Anmeldung für unsere Vogelstimmenführung am Sonntag, 26. April um 9 Uhr: unter info@NABU-Federsee.de (bis Do, 16 Uhr)
 
 
Sonstiges
 
 
Zwei neue Gesichter im Team
Tschüss Maike und Johanna - willkommen Selina und Alina!
Foto: NABU/Kerstin Beck
Mit etwas Wehmut müssen wir uns von Johanna und Maike verabschieden, die ihren Freiwilligendienst bei uns beenden. Nachrückerinnen sind Alina und Selina, mit denen wir voller Schwung in die neue Saison starten. Herzlich willkommen und auf einen guten Start bei uns!
Infos zum Freiwilligendienst beim NABU-Zentrum Federsee
 
 
"Winterlicher Federsee" im SWR TV (12.1.2026)
SWR-Landesschau besucht den Federsee
SWR am Federsee


Ein winterlicher Ausflugstipp führte die SWR-Landessschau an den Federsee, ausgestrahlt am 12.1.2026.

Mehr Infos
 
 
 
ClimaAward2026: Ihre Stimme für unser Projekt
Unser Moorschutzprojekt soll gewinnen! 
 

Hurra! Unser Bewerbungsvideo für den ClimaAward2026 wurde akzeptiert - und jetzt wollen wir natürlich gewinnen. Bitte unterstützen Sie unser Projekt durch Ihre Stimme. Der Abstimmungszeitraum ist vom 1. - 30.4.2026.
Infos zu unserer Bewerbung

Um abzustimmen, muss man den Newsletter von ClimaClic abonnieren und findet dort den Link zum Voting. 
zur Anmeldung beim Newsletter von ClimaClic


 
 
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NABU-Naturschutzzentrum Federsee
Federseeweg 6
88422 Bad Buchau
Telefon 0 75 82-15 66
info@NABU-Federsee.de
www.NABU-Federsee.de
 
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