Neues vom NABU-Naturschutzzentrum Federsee
 
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Aktuelles vom Federsee
Mai 2021
 
 
Lieber Naturfreund, liebe Naturfreundin,
 
Sie erhalten die erste Ausgabe unseres Newsletters in neuem Design – neu ist nur das Aussehen, nicht die Inhalte. Wie gewohnt berichten wir über aktuelle Beobachtungstipps und interessante Entwicklungen aus der Federseenatur, geben Ihnen einen Einblick in unsere Naturschutzarbeit und informieren Sie über neue Angebote für Gäste. Die gewohnten Inhalte sind also nur neu verpackt – frischer und im allgemeinen NABU-Look.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unserem Newsletter trotzdem treu bleiben. Dennoch finden Sie am Ende dieser und in jeder weiteren Ausgabe einen Link, über den Sie selbstständig unseren Newsletter abbestellen können.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Kerstin Wernicke
Öffentlichkeitsarbeit & Umweltbildung
 
Dr. Katrin Fritzsch
Leiterin des NABU-Zentrums Federsee
 
 
 
Naturbeobachtung im Mai
 
Zeit der Familiengründung
 
 
Foto: Gerti Potschien-Roth
 
Über dem See patrouillieren Flussseeschwalben. Auf der Jagd nach Kleinfischen stürzen sie sich ins Wasser. Im Lauf des Monats schlüpfen die jungen Bläss-hühner und Höckerschwäne. In der Seemitte sammeln sich revierlose Schwäne. Im Schilf hört man den nähmaschinenartigen Gesang des Rohrschwirls. Teichrohrsänger und Rohrammern haben ihre Reviere besetzt. Die männlichen Rohrweihen kehren mit Mäusen zu ihrer Partnerin zurück. Das Nest liegt gut versteckt im Schilf.
Auf den Moorwiesen haben Braunkehlchen, Feldschwirle und Feldlerchen ihre Reviere abgesteckt und singen. Der Ruf des Kuckucks ist zu hören. Ende Mai blühen die Feuchtwiesen mit Scharfem Hahnenfuß, Wiesenknöterich, Kuckuckslichtnelke und Bachnelkenwurz. Auf der Lichtung im Banngebiet Staudacher blühen seltene Moorpflanzen, darunter Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut. 
 
 
 
Schwanzmeise
 
Winzling mit Balancierhilfe
 
 
Foto: Ivan Speta
Ein knuffiger kleiner runder Körper mit überdimensional langen Schwanzfedern, die beim Turnen auf den Ästen das Gleichgewichthalten erleichtern: das ist die agile Schwanzmeise, die in unter-holzreichen Naturwäldern auf der Suche nach Insekten und deren Larven sucht. Zur Nahrungssuche bevorzug sie die äußersten Zweigspitzen und Knospen.
 
 
 
 
Blütezeit im Moor
 
Teilweise eng umgrenzte Farbteppiche
 
 
Foto: NABU/Jost Einstein
In der zweiten Maihälfte beginnt die Feuchtwiesenblüte im Moor. Je nach Nährstoffgehalt und Feuchtigkeit des Bodens wachsen jeweils andere Blüten-pflanzen und sorgen für einen teilweise eng umgrenzten Farbteppich. Gelbe Aspekte steuert der Scharfe Hahnenfuß bei, intensiv rosa die Kuckuckslicht-nelke, hellrosa der Wiesenknöterich und dunkelrosa das Sumpfläusekraut. 
 
 
 
Rauschbeere
 
Zwergstrauch im Moor
 
 
Foto: NABU/Jost Einstein
Im Mai und Juni blüht in Zwischen- und Hochmoorstandorten des Federseemoores die Rauschbeere.
Sie ist auf den ersten Blick mit der Heidelbeere zu verwechseln, aber durch die runden braunen (nicht grünen) Zweige eindeutig zu identifizieren.
Die kugeligen blau bereiften Beeren sind größer als die der Heidelbeere.
 
 
 
 
Lachmöwe: Frühlingsschick gemacht
 
Prachtkleid mit Gesichtsmaske
 
 
Foto: Bettina Fieber
Die über den Winter schlicht grau-weißen, nur durch einen dunklen Ohr-fleck gekennzeichneten Lachmöwen haben sich ins Prachtkleid mit dunkel-brauner Gesichtsmaske gemausert.
So kann man sie von weitem von der zweiten am Federsee vorkommenden, viel größeren Möwenart Mittelmeermöwe unterscheiden. Im Gegensatz zur Lach-möwe hat diese gelbe Beine und einen gelben Schnabel.
 
 
 
 
Mehr Tipps für den Mai
 
 
Neues aus dem Naturschutz
 
 
Brutflöße ertüchtigt
 
Kinderstube für Flussseeschwalben
 
 
Foto: NABU/Lisa Pflug
Rechtzeitig vor der Brutsaison hat das NABU-Team die drei vor der Tiefen-bacher Bucht verankerten Brutflöße für Flussseeschwalben in Stand gesetzt.
Mit ihrer Kiesschüttung ahmen sie Kies-bänke naturnaher Flüsse nach, das natürliche Bruthabitat dieser in B-W selten gewordenen Vogelart. Mittlerweile ziehen auf den Flößen jedes Jahr 30 – 50 Paare ihre Jungen groß. 
 
 
 

Beprobung Makrozoobenthos

Ein Fachbüro hat im Auftrag der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) mit der Entnahme von Wasserproben aus dem See begonnen. An sieben Stellen gezogen, sollen die Probennahmen Aufschluss über die Menge und die Artenzusammensetzung der kleinen Wassertierchen im Federsee geben.
 
 
Service für Gäste
 
 

NABU-Zentrum weiterhin geschlossen

Bis mindestens Mitte Mai bleibt das NABU-Zentrum geschlossen. Telefonisch und per Mail sind wir jedoch erreichbar. In unserer Homepage informieren wir über unseren Öffnungsstatus: www.NABU-Federsee.de
 
 
 
NABU-App "Vogelwelt"
 
308 Arten
 
 
Vogelarten bestimmen, vergleichen und melden kann man mit der neuen kostenlosen Basisversion der NABU-App „Vogelwelt“, entwickelt vom NABU-Bundesverband. mehr
 
 
 

Familienleben im Kamera-Nistkasten

Hurra, die Starenküken in unserem Kamera-Nistkasten sind geschlüpft! Über einen in einem unserer Fenster platzierten Bildschirm können Sie Einblicke in ihr Familienleben nehmen.
 
 
Umweltbildungsangebote
 
 

Keine Veranstaltungen bis Mitte Mai

Vorerst bis 17. Mai finden keine Veranstaltungen statt. Sobald bekannt ist, wann wir wieder Führungen anbieten können, kommunizieren wir dies in unserer Homepage www.NABU-Federsee.de.
 
 
Sonstiges
 
 
Willkommen im Praktikum
 
Tatkräftige Unterstützung
 
 
Fotos: NABU/Lisa Pflug
Zwei Praktikantinnen ergänzen für die nächsten Monate unser Team: Katharina Kober (li.) macht ihr Praxissemester im Rahmen ihres Umweltbildungs-Studiums bei uns, und Forstwirtschaftsstudentin Susanne Schneider (re.) macht ein dreimonatiges Praktikum im Bereich Naturschutzgebiets-Betreuung bei uns. Herzlich willkommen im Team, Katharina und Susanne! mehr zum Praktikum
 
 
 
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NABU-Naturschutzzentrum Federsee
Federseeweg 6
88422 Bad Buchau
Telefon 0 57 82-15 66
info@NABU-Federsee.de
www.NABU-Federsee.de
 
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